Nimmst du dein Schicksal selbst in die Hand oder bist du darin gefangen?
Lebst du dein eigenes Leben oder das der anderen? Sind wir alle nur Spielfiguren? „Der SPARGEL“ auf den Spuren des Schicksals.

Was ist eigentlich das Schicksal? Gibt es das wirklich oder ist es nur ein Hirngespinst von Menschen, die verzweifelt nach einer Bezeichnung für ihr Glück und Unglück suchten? Oder existiert es tatsächlich?
In diesem Artikel der neuen SPARGEL-Ausgabe beschäftigen wir uns näher mit diesen Fragen und mit den verschiedenen Meinungen zu diesem Thema.

“Das Schicksal umfasst ein weiteres Begriffsfeld dessen, was einen Lebenslauf prägt oder beeinflusst.”
Das sagt Wikipedia zumindest. Aber das kann doch nicht alles sein, oder? Der Lebenslauf? Ist er wirklich schon für jeden einzelnen unter uns vorbestimmt? Man kann doch nirgendwo nachlesen, was passieren wird, dann könnte man es ja fast mit Hellseherei oder Ähnlichem vergleichen. Doch dazu kommen wir später.

Was ist Schicksal?

Fakt ist, dass jeder seine eigene Sichtweise auf das Schicksal hat. Ob man nun daran glaubt, oder nicht, fest steht, dass es sowohl ein Segen als auch ein Fluch werden kann.

Schicksal –
unser Kampf
gegen das Unbekannte?

Ein Beispiel:
Klara glaubt mit fester Überzeugung an ihr vorherbestimmtes Schicksal. Sie vertritt klar ihre Vorstellung vom Schicksal und würde sie gern jedem mitteilen.
Sie ist der Meinung, ihr ganzes Leben ist schon seit ihrer Entstehung festgelegt. Alles, was sie bis zu ihrem 16. Lebensjahr erlebt hat, ist für sie kein Wunder, oder gar Zufall. Die eins in Deutsch, die fünf in Mathe, ihr erster Freund. Ja, alles war vorher geplant. Und auch ihre Zukunft ist es! Alles was sie irgendwann mal erleben wird steht sprichwörtlich schon in den Sternen. Genau das ist auch der Grund, warum sie keinerlei Ängste vor dem weiteren Leben hat.

Doch so geht es nicht jedem. Der Realist Manuel ist da völlig anderer Meinung. Er sagt, er kann sein Leben in jeder Minute seines Daseins noch verändern, er kann Einfluss darauf haben. So wäre bei ihm die fünf in Mathe vielleicht möglich, aber er ist sich sicher, wenn er nur nicht immer so faul sein würde könnte er auch locker eine drei schaffen. Er weiß, dass sein ganzes Leben in seiner Verantwortung liegt, was auch der Grund für seine Angst vor dem Tod ist.

Eine ganz andere Theorie ist, dass eine höhere Macht über das Leben einer Person entscheiden kann und das man auf den guten Willen dieser höheren Macht angewiesen ist und man sich durch gute oder schlechte taten beliebt oder unbeliebt macht.
Der letztgenannte Aspekt ist die religiöse Sicht auf das Schicksal:
Du glaubst zwar an das Schicksal, aber weißt, dass du es dennoch verändern kannst, indem du es in die vertrauensvollen Hände dieser höheren Macht legst.

Habe ich Einfluss auf mein Schicksal?

Doch welche dieser Theorien du nun letztendlich als richtig empfindest, liegt ganz an dir selbst. In welcher Form du an das Schicksal glaubst wird durch deine Erlebnisse und damit verbundenen Erfahrungen geprägt. Schicksalsschläge führen oft dazu, dass man seine Sichtweise auf das Leben verändern.

Beispielsweise verändern viele Menschen nach einem Unfall, den sie nur knapp überlebt haben, ihren Lebensstil. Sie genießen das Leben in vollen Zügen, beginnen, bewusster und intensiver zu leben und begeben sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Es kann ja schließlich kein Schicksal gewesen sein, dass sie diesen schweren Unfall überlebt haben.

„Die Medien sind schuld!“

Allerdings tut sich uns die Frage auf, weswegen normale Menschen sich darüber überhaupt Gedanken machen. Wie kommen sie dazu, über solch ein dröges Thema zu philosophieren. Unsere Antwort auf fast jede Frage: „Die Medien sind schuld!“.
Ja, wir werden gelenkt durch Filme, durch Musik oder durchs Fernsehen. Wie wir schon in unserer letzten Ausgabe „Was uns lenkt – Unsere Freiheit am seidenen Faden“ dargestellt haben, wird unsere Meinung erheblich von dem, was wir in unserer Umwelt erleben, beeinflusst.
Nehmen wir einen Film, den jeder kennt, zum Beispiel: „Forrest Gump“.
Kann es Schicksal sein, dass er auf einmal laufen kann, Quarterback in seiner Schulmannschaft wird, dadurch die Möglichkeit bekommt, trotz seines niedrigen IQs, auf ein College gehen zu dürfen, in die Army zu kommen und dort den Vietnamkrieg zu überleben, um am Ende mit seiner Kindheitsliebe Jenny zusammenzukommen. Natürlich ist das alles reine Fiktion und doch: Forrest Gump und seine außergewöhnliche Geschichte berühren uns und bringen uns zum Nachdenken; über den Zufall, das Schicksal und das Leben generell.

Leben mit dem Schicksal

Auch, wie bereits erwähnt, finden sich die Ursprünge unserer Gedanken in Liedern wieder:
Beispielsweise sang Freddie Mercury der Sänger der Band „Queen“ in seiner Ballade „The Show Must Go On“ „Does anybody
know what we are living for?“ – „Weiß irgendjemand wofür wir überhaupt leben?“
Der an AIDS erkrankte Publikumsliebling der Rockband hadert in diesem Lied mit seinem Schicksal: Er besingt die wechselnden Gefühle in Bezug zu seinem nahenden Tod und stellt sich dabei die Frage nach dem Sinn des Lebens. Viele Menschen, die ein ähnliches Schicksal teilen, finden in diesen Zeilen Trost, aber auch die Gesunden und Glücklichen lässt dieses nicht kalt.

Scheinbar ist das Thema aber nicht allzu verrufen, wie manche vielleicht denken, denn es gibt genug Menschen, die im Internet Tests machen, oder in Zeitungen ihre Horoskope lesen, ohne wirklich zu wissen, dass sie sich gerade über so etwas Tiefgreifendem beschäftigen.
Man findet den Traummann fürs Leben, das Datum der Hochzeit, die Vorhersage für die nächsten Jahre oder die Art des Todes mit einem Klick. Trauriger, als die Tatsache, das Menschen mit diesen persönlichen Fragen Geschäfte machen, ist wohl eher die Tatsache das einige Wenige daran tatsächlich glauben.

Schwarze Katze von links..?

Das führt uns auch schon zum nächsten Kapitel: Aberglaube
Wenn man das Wort „Schicksal“ hört, assoziiert man damit sofort den Aberglauben! Aber wie kommt es dazu?
Aberglaube ist genaugenommen so alt wie die Menschheit selbst. Ein trockener Sommer? Klar, der Regengott ist verärgert und nur durch Opfergaben wieder zu besänftigen. Rituale, Zauber, Amulette prägten das Weltbild der Menschheit. Einfache Dinge, wie Steine, bekamen wundersame Fähigkeiten zugeschrieben. Aus ihren Erfahrungen leiteten die Menschen ihren Glauben ab. Und Elemente daraus haben bis heute Bestand. Die Frage ist, ob in der heutigen Zeit wirklich noch Regeln gelten, die vielleicht vor 1000 Jahren aufgestellt wurden. Aber beeinflusst es uns wirklich, ob nun morgens eine schwarze Katze von links oder rechts kommt oder ein Spiegel in Scherben zerbricht? Wohl eher ist das ein Zeichen unserer verzweifelten Suche nach einem tieferen Sinn, dass wir solchen banalen Dingen eine Bedeutung geben.

Unser Fazit:

Schicksal ist etwas sehr persönliches und nur durch eigene Erfahrungen zu verstehen. Es gibt verschiedene Theorien und
Ansätze dazu, von denen wir euch einige näher vorstellen wollten. Natürlich ist ein abstraktes Thema, welches nicht zwingend zu einem Ergebnis führen muss, denn für manche ist die Frage vollkommen irrelevant und für manche ist sie schier überlebenswichtig. Nichtsdestotrotz sind wir der Meinung, dass es sich lohnt darüber Gedanken zu machen!


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