Die Zeit des Punk-Rock, der Bikinis und der Katastrophen, die sich auch auf den Kinoleinwänden bewundern lassen

Ja, sie sind schon lange her, aber du wirst dich doch bestimmt auch an etwas erinnern, was für dich von Bedeutung war -und wenn es deine Geburt ist. Doch wir haben diesem Jahrzehnt viel mehr zu verdanken als nur dich! Man denke nur an die Mode, die im letzten Sommer wieder modern war, aber vor allem das für uns heute so überlebenswichtige HANDY!

Ist dir schon einmal aufgefallen wie abhängig die Menschen von ihrem Handy sind? Bestes Beispiel: Die Straßenbahn. Die große Mehrheit tippt SMS, hört Musik, telefoniert oder postet ihr halbes Leben auf facebook – alles mit dem Handy! Für uns ist das mittlerweile Normalität geworden, aber viele vergessen den, dem wir das alles zu verdanken haben – Daniel A. Henderson, der 1993 die ersten Handys erfand. Apropros Daniel! In den 90er Jahren war Daniel einer der beliebtesten Vornamen in Deutschland, genauso wie Michael, Maria, Jennifer oder Christian. Doch nicht nur was die Namen angeht wurden neue Trends gesetzt, auch die Mode unterscheidet sich stark von der, der 80er. Neon-Farben, Schulterpolster und Lederschlips? Alles out! Eigentlich auch die Tennissocken, was viele Deutsche heute noch nicht verstehen wollen. Die 90er Mode-Jahre waren stark von den Farben blau und weiß geprägt, verschiedenste Muster und Norweger-Pullis waren ein must-have. Eine Bewegung fand auch auf den Köpfen der Deutschen statt. Die Dauerwelle verschwand und wurde durch den Zick Zack-Scheitel oder das unterschiedliche Färben von Haupt- und Deckhaar ersetzt. Extrem beliebt waren auch künstliche Wimpern, weißer Lippenstift und Plateauschuhe, dieser Trend schwappte von den Techno-Anhängern auf die breite Masse über.

Bikinis, Unterwäsche, Röcke, Hosen und Kleider, alles stand unter dem Motto: „Je knapper, desto besser!“ Übrigens kam in dieser Zeit auch das Potenzmittel Viagra auf den Markt. Was wäre Hugh Hefner ohne Viagra?
Doch nicht nur im Bett waren die Deutschen äußerst aktiv. Auch die deutschen Leistungssportler feierten große Erfolge zum Beispiel den Gewinn der Fußball Weltmeisterschaft im Jahr 1990 oder der Sieg bei der Fußball-Europameisterschaft 1996. Michael Schumacher holte gleich zwei WM-Titel und auch bei den Olympischen Spielen waren die Deutschen erfolgreich.
Durch diese Erfolge kam Deutschland in Partylaune, und so erlebte auch die Musik eine kleine Revolution. Der Hip Hop und der R&B kamen in Deutschland immer mehr durch. Ganz neu entdeckt wurde die Musikrichtung Techno.
Den größten Hype lösten allerdings Boybands aus. Vor allem Take That und die Backstreet Boys eroberten und brachen die Herzen von Millionen Mädchen, das würde Justin Bieber der im Übrigen 1994 geboren wurde natürlich niemals tun.
Die 90er waren auch die Zeit für Punk-Rock. Die Band Green Day, die das Gegenteil der Liebe-Jungs-Boy Band- Musik darstellte, ist heute, im Gegensatz zu manch anderen Musikgruppen, noch immer erfolgreich. Ebenfalls in diesem Jahrzehnt sehr erfolgreich war die Metal – und Grunge-Szene, in der die Fans und Musiker oft lange Haare trugen. Außerdem machte diese Musikrichtung auch die Tattoos und Piercings immer populärer. Das sorgte für enen enormen Fortschritt im technischen Bereich: Die CD löste die Kassette endgültig ab, genauso wie der Discman den Walkman, der inzwischen vom MP3-Player oder dem iPod abgelöst wurde.
Ebenfalls der Globalisierung zum Opfer gefallen ist die Pauschalreise. An ihrer Stelle bucht man seit Mitte der 90er die „All-Inclusive-Reisen“ und bräunt sich auf natürliche Art und Weise und nicht zu Hause unter dem „Asitoaster“ (Siehe Jugendwörterbuch der 90er).

Der Burner -ebenfalls eines der gängigen Worte der 90ger-Jugendgeneration- war die Diddl-Maus. Insbesondere das Tauschen der Diddl-Blätter war beliebt und sie kommen immer noch gut bei kleinen Mädchen an. Badeschaum, Süßigkeiten, Hörspiele: 1000 verschiedene Diddl-Produkte werden weltweit zum Verkauf angeboten. Erfunden wurde sie im Übrigen am 24.05.1990 vom Nürnberger Grafiker Thomas Goletz. Ein weiterer Verkaufsschlager- für die Jungen -war das Tamagotchi. Überall war es dabei, für viele Kinder ein festes Familienmitglied, welches hätte sterben können, wenn man sich nicht rund um die Uhr darum kümmert. Was für ein Horrorszenario wäre das geworden? Man möchte es sich gar nicht ausmalen….

Eine handfeste Katastrophe gab es natürlich auch: der Tod von Prinzessin Diana, der die ganze Welt berührte. Sie starb durch einen tragischen Autounfall, nachdem sie von Paparazzis verfolgt worden war. Viele waren auch deshalb so geschockt, weil sie sich mit dem „Mädchen von nebenan“ identifizieren konnten. Durch die Hochzeit mit Prinz Charles ist sie zwar geadelt, aber dennoch ist sie immer auf dem Boden geblieben, hat sich für Kranke und Arme eingesetzt und wurde so die Prinzessin der Herzen.

Eine weitere Tragödie erschütterte die Nationen, aber zum Glück nur auf der Leinwand: James Camerrons Meisterwerk über die 1912 gesunkene Titanic war bis 2009 auf dem ersten Platz der Liste der erfolgreichsten Filme der Welt stand und lockte allein 18 Millionen Deutsche in die Kinos. Insgesamt spielte der Film über 1,8 Milliarden Dollar ein.
Um es in der heutigen Jugendsprache auszudrücken: Ganz schön „swag“ die 90er Jahre.


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