Hier siehst Du die neuesten Berichte aus lokalen und überregionalen Medien.

 

Personeller Wechsel beim Spargel:

Schon als Neuntklässlerin ist Vivien Werner Redaktionsleiterin der Schülerzeitung „Der Spargel“ geworden – zum Schuljahresende steht nun der nächste Wechsel an. Scheu vor prominenten Namen hat die Chefredakteurin nicht.

 Für die 18-Jährige ist es eine ungewöhnliche Position. Sonst ist sie es, die als Chefredakteurin der vielfach – und gerade erst wieder – preisgekrönten Schülerzeitung „Der Spargel“ die Fragen stellt. Sogar Politgrößen wie Gregor Gysi hat die Laatzenerin schon interviewt. An diesem Morgen aber steht die EKG-Schülerin beim Pressegespräch selbst im Fokus.

Die Aufmerksamkeit sei ihr unangenehm, gesteht Werner, die schon früh beim „Spargel“ anfing. Seit vier Jahren gehört sie zum Team der Schülerzeitung, schon im November 2011 – damals als Neuntklässlerin – wurde sie Redaktionsleiterin. Trotzdem betont sie: „Ohne das Team geht nichts.“ Der „Spargel“ sei etabliert und seit vielen, vielen Jahren erfolgreich.

Tatsächlich hat die Schülerzeitung des Erich-Kästner-Gymnasiums schon „80 bis 100 Auszeichnungen“ erhalten. Genau sagen kann das ad hoc keiner. Erst vor zehn Tagen erreichte sie mit ihrer aktuellen Ausgabe „Was siehst du?“ einen respektablen dritten Platz auf Bundesebene und das Jurylob einer qualitativ hochwertigen Zeitung. „Wir hatten gerade Redaktionssitzung, als wir davon erfuhren und haben uns total gefreut“, erzählt Werner.
Schwerpunkthema des aktuellen Heftes sind Behinderte, die kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff eingeschlossen. „Wir wollen zeigen, dass diese Menschen nicht behindert sind, sondern behindert werden“, heißt es im Vorwort. Die „Spargel“-Macher beschäftigen sich in der Ausgabe mit Inklusion und Schwangerschaftsabbrüchen, geben einem Rollstuhlfahrer das Wort („lieber Querschnitt als Durchschnitt“), schreiben über Fitnesstrends, Blutspenden und Schulinternes.
„Die Themenauswahl kommt im Grunde immer von den Schülern, und Vivien hält die Fäden in der Hand“, sagt „Spargel“-Betreuungslehrer Florian Hartmann. Danach gefragt, welche drei Eigenschaften die Chefredakteurin kennzeichnen, sagt er: „Sehr zielstrebig, hochintelligent und auf- geschlossen.“ Vivien Werner sei insgesamt „sehr breit aufgestellt“ und zeige auch keinerlei Scheu, Prominenten wie Gregor Gysi im Interview gegenüberzutreten.
Das Gespräch mit dem Linken-Parteichef hat Werner gut in Erinnerung. Eine Stunde Zeit habe der sich für das „Spargel“-Team genommen. Es ging um Oppositionsarbeit, die SED-Vergangenheit, Bundeswehreinsätze und IS. Ja, Gysi ist rhetorisch sehr gewandt, aber sie habe versucht, für möglichst alle Fälle einen Satz parat zu haben. Manchmal falle ihr ein Konter erst später ein, was sie dann ein bisschen wurmt – „aber ich lerne ja dazu“.
Wie sie ihren journalistischen Stil beschreiben würde? „Ich denke, ich bin schon kritisch.“ Statt viele Worte zu machen, spricht sie Probleme lieber direkt an. So wie als Achtklässlerin, als sie bei Laatzens Bürgermeister Thomas Prinz vorsprach und ihn mit der Renovierungsbedürftigkeit ihrer Schule konfrontierte.
Ihre selbstgewählten Leistungskurse sind Geschichte, Deutsch, Politik/Wirtschaft, Religion und Mathematik. Dieses Frühjahr legt Werner ihr Abitur ab. Danach möchte sie Public Relations studieren, um später einmal „bei einer großen, bestenfalls sozial orientierten Organisation zu arbeiten – wie etwa der Aktion Mensch.
Die Leitung des „Spargel“ wird sie zum Schuljahresende offiziell abgeben. Aber der Schülerzeitung verbunden und für Fragen erreichbar bleiben, das will sie trotzdem. „Nicht, dass ich nicht loslassen kann, aber wir haben viel jungen Nachwuchs mit Potenzial, und ich will wissen, dass es weitergeht.“

Quelle: Leine-Nachrichten

 

Der Spargel holt Silber bei Zeitungspreis

LAATZEN/KÖLN. Die erfolgsverwöhnte Schülerzeitung des Erich Kästner Gymnasiums, „Der Spargel“, kann sich über eine weitere Auszeichnung freuen. Am Sonnabend wurden die Redakteure des Heftes mit dem zweiten Platz des Deutschen Schülerzeitungspreises geehrt. Nur knapp mussten sie sich den beiden erstplatzierten Zeitungen „Standpunkt“ aus Mönchengladbach und „Tempus“ aus Ladenburg geschlagen geben.
Bei den „Spargel“-Machern überwog gestern klar die Freude: „Der zweite Preis ist schon super für uns. Wir freuen uns, dass unsere Arbeit honoriert wurde“, sagte die stellvertretende Chefredakteurin Christina Pham. Zumal es gelinge, Neues zu schaffen und zugleich die erfolgreiche Tradition zu wahren. „Wir entwickeln uns weiter – und ich finde es schön, dass es immer noch funktioniert.“
Prämiert wurde die „Spargel“-Ausgabe vom Dezember 2013 mit dem Titel „Sprachlos“ und einem provokativen Titelbild, das einen Jungen mit sogenanntem Stinkefinger zeigt. Inhaltlich geht es darin darum, wie sich Sprache und Kommunikation im Laufe der Zeit entwickeln – auch durch den Medienwandel. Unter anderem führten die Jungredakteure ein Interview mit einem Sprachwissenschaftler. Das Heft enthalte aber auch satirische Elemente, erläutert Pham.
Die Jury des vom Jugendmedienverband Junge Presse ausgerichteten Wettbewerbs hatte die Sieger aus rund 1000 Einsendungen ermittelt. Das Laatzener Team, das am Wochenende mit fünf Vertretern nach Köln reiste, erhält eine Prämie in Höhe von 750 Euro, mehrere Bücher und eine Mini-Kamera. Die nächste Ausgabe des „Spargel“ ist übrigens schon fast fertig. Sie soll nach Auskunft des Teams noch im Dezember oder im Januar erscheinen.
Quelle: Leine-Nachrichten

 

 

Spiegel-Spargel Affäre:

Nachdem der SPARGEL 1992 pleite war, wurde er 1994 von drei Schülern gemeinsam mit dem Deutschlehrer Herrn Bertram wiederbelebt. Bereits 1995 wurde die Ausgabe „50 Jahre danach“ zum Besten Schülermagazin Niedersachsens gewählt. Der SPARGEL, der mit seinem Cover dem SPIEGEL mehr als stark ähnelte schickte diese Nachricht gemeinsam mit einem Anzeigenangebot zur Werbeabteilung des SPIEGELs. Die Idee war: Mit dem SPARGEL neue SPIEGEL-Leser zu gewinnen. Nach einigen Nachfragen kam endlich eine Antwort, doch nicht wie erwartet von der Werbeabteilung, sondern vom SPIEGEL-Justitiar Dietrich  Krause. Er fordert, das Design des Titelbilds bis zum Ende des Jahres „so zu verändern, dass es der SPIEGEL-Titelseite nicht (mehr) verwechselbar ist!“. Nach einigen Wochen des Briefwechsels, gab die SPARGEL-Redaktion den Brief-Wechsel an die Leine-Nachrichten. Dadurch wurde ein Medienansturm ausgelöst. Noch vor Mittag des Tages, an dem der Bericht erschien, riefen die Deutsche Presse Agentur sowie mehrere Fernsehsender an, um die neuesten Informationen zu bekommen. Es folgten dutzende Zeitungsartikel, Fernseh- und Radioberichte. Dietrich Krause reagierte darauf, man solle die Verhandlungen nicht über die Medien führen, sondern direkt verhandeln. So wurden 15 Redakteure des SPARGELs zum Spargel-Essen nach Hamburg eingeladen.

Das „heute journal“ des ZDF berichtete darüber.

 

„Macht doch einfach weiter, wie bisher!“, sagte Stefan Aust nach fünf Wochen Verhandlung. Der Satz verhallte im „Lila Salon“, der Nobelkantine des Magazins und die Redakteure waren fassungslos. Dies aber nicht, wie man denken könnte, vor Freude, sondern aus Enttäuschung: „Wir fanden die Aufmerksamkeit, die die angedrohte Klage brachte, total toll! Zumal wir die Presse auf unserer Seite hatten. Der „SPIEGEL“ musste viel Kritik einstecken, weil niemand verstand, wieso man eine so kleine Zeitung verklagt. Wir hatten uns einen Anwalt genommen, der mit uns die Strategie besprochen hat: Wir wollten nichts zurück nehmen! Wir wollten uns verklagen lassen und dann gehen wir da rein, und der SPIEGEL lenkt ein. Da waren wir enttäuscht!“.

Der Ausgang des Verfahrens ist allgemein bekannt: Stefan Aust, bis voriges Jahr Chefredakteur des Nachrichtenmagazins, lud die Laatzener Schülerzeitungsredaktion zum SPARGEL-Essen in die heiligen Hallen an der Brandstwiete nach Hamburg ein, zog vor laufenden ZDF-Kameras die Klage zurück und schaltete für die folgenden Jahre ganzseitige Anzeigen des SPIEGEL im SPARGEL.

Die Gegeneinladung zum SPIEGEL-Eier-Essen nach Laatzen musste die Hamburger Redaktion aus Termingründen absagen. Übrigens, im folgenden Jahr initiierte DER SPIEGEL seinen ersten internationalen Schülerzeitungswettbewerb. Ob der Streit  zwischen  „SPIEGEL“ und „SPARGEL“ der Auslöser für den Schülerzeitungswettbewerb ist, ist nicht bestätigt. Das Gerücht hält sich aber standhaft.

 

Grußwort zum 25-Jährigen Jubiläum von Radio FFN:
Schon  25  Jahre  gibt  es  eure  Schülerzeitung  und  damit.
ist  DER  SPARGEL  fast  so  alt  wie  ffn!  Am  31.12.2011
haben  wir  unser  25.  Senderjubiläum gefeiert. Und
erinnert ihr euch noch?  Im  gleichen Jahr war DER
SPARGEL  bei  uns  zum  Redaktionsbesuch.  Für eine
Reportage  über  die  Entstehung  einer  Sendung
hospitierten  zwei  Redakteure  in  Niedersachsens bester
Morningshow und bei „ffn am Vormittag“ mit Julian
Zumbrock.

Stellvertretend für das ganze ffn-Team gratulieren wir euch herzlich und wünschen euch 

weiterhin  tolle Artikel, interessante  Begegnungen und immer eine zündende  Idee. 

Und  wenn die Kreativität mal nachlässt, einfach ffn anmachen und inspirieren
lassen! 😉

                             Na denn… ffn!

 

Bericht RTL:

Dietrich Krause, 48, SPIEGEL-Justitiar, kam vergangene Woche eher unfreiwillig zu TV-Ehren. Er musste begründen, warum er der hannoverschen Schülerzeitung Der Spargel das SPIEGEL-ähnliche Titel-Design verbieten wollte. Vom gnadenlosen Kampf des Goliaths SPIEGEL gegen den David vom Gymnasium Laatzen war da die Rede, und viel Häme wurde von Print- und TV-Kollegen über die (zugegebenermaßen auf den ersten Blick etwas kleinliche) Aktion ausgegossen. Dabei hatte Krause eher heiter, aber doch juristisch zwangsläufig auf das Outfit der 500-Exemplare-Zeitung reagiert: Er schlug den jugendlichen Redakteuren vor, zumindest auf den roten Rahmen des SPIEGEL-Imitats (Krause: „Geht es nicht auch in Grün?“) zu verzichten. Ein Minimum an Verteidigung des Markenlayouts des SPIEGEL ist nämlich juristisch unabdingbar. Ansonsten würden die Gerichte quasi ein Gewohnheitsrecht auf Nachahmung konstatieren. „Der Inhaber eines solchen Kennzeichens“, sagt der Bundesgerichtshof, habe „ein berechtigtes Interesse“ daran, „daß alles vermieden wird, was die Eigenart und den kennzeichnenden Charakter seiner Kennzeichnung verwässern“ könnte. Die Spargel-Redakteure dürfen sich freuen: über die gelungene PR-Aktion für ihr Blatt und über die Einladung des inzwischen mit dem Fall befaßten SPIEGEL-Chefredakteurs, Spargel-Freundes und ehemaligen Schülerzeitungsredakteurs Stefan Aust (Wir, Gymnasium Athenaeum, Stade) zum Spargelessen beim SPIEGEL. Justitiar Krause darf das Menü einklagen: weißen Stangenspargel vom Kap aus Bethlehem/Südafrika, Lüneburger Schinken, Bio-Kartoffeln Cilena und braune Buttersauce. Es darf auf eine außergerichtliche Einigung gehofft werden.

 

Jubiläum des Spargels  bei „Guten Abend RTL“

Zum Beitrag: http://www.rtlregional.de/player.php?id=8640

 

 

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