In unserer heutigen Zeit werden wir rund um die Uhr überwacht. Sei es im Bahnhof oder bei Betreten eines Kaufhauses, aber macht eine solche Überwachung überhaupt Sinn?

Werden wir rund um die Uhr überwacht? Diese Frage hat sich der ein oder andere mit Sicherheit schon einmal gestellt, als er auf dem Bahnhof stand und an jeder Ecke eine Kamera gesehen hat. Irgendwie ein erschreckendes Gefühl, dass jeder Schritt auf Video aufgezeichnet wird, oder? Aber stimmt das überhaupt? Werden wir wirklich so genau überwacht und wenn ja, müssten wir dann nicht vollkommen sicher sein, sodass man nicht beklaut oder überfallen werden kann? Diesen Fragen wollen wir für euch auf den Grund gehen und euch die Vor- und Nachteile einer solchen Überwachung an einem Fallbeispiel zeigen.

15:40 Uhr Die Frau mit dem roten Mantel schlägt ihr linkes Bein über das rechte. Der Mann mit dem Drei-Tage-Bart blättert genervt in der Zeitung. Zwei Kinder unterhalten sich aufgebracht und gestikulieren wild. Alles aufgenommen. Eine alltägliche Situation. Eine junge Frau wendete sich dem Ticketautomaten zu, während ihr drei Jahre alter Sohn Interesse an den zwei Kindern zeigt und auf sie zugeht.

15:42 Uhr Die Kamera nimmt erschreckende Bilder auf. Die beiden zehnjährigen Jungen winken den Kleinen näher an sich ran, fassen ihn an die Hand und führen ihn davon. Soweit etwas kurios, aber noch kein Verbrechen. Als die Mutter das Fehlen ihres Sohnes bemerkt, ist es bereits zu spät.
Die späteren Ermittlungen zeigten, dass die Jungen erst versuchten den Kleinen zu ertränken, indem sie ihm erzählten, dass er sein Spiegelbild im Wasser beobachten könne. Doch der Junge traute sich vorerst nicht über das Geländer zu schauen. Die Jungen fingen an mit Eisenstangen auf ihn einzuschlagen, traten ihm in die Rippen und führten ihn dann erneut fort. Passanten sprachen die Jungen schließlich darauf an, sie hielten den Kleinen für den Bruder und unternahmen nichts weiter. Auch später gab es gespaltene Meinungen, denn einige Zeugen behaupteten, der Kleine habe gelacht, während andere meinten, ihn weinend gesehen zu haben.

16:13 UhrDie drei Jungen kommen auf einen alten, verlassenen Bahnsteig mit Überwachungskameras. Die beiden Zehnjährigen treten mehrmals auf den Jungen ein, auch in das Gesicht. Sie bewerfen ihn mit Ziegelsteinen und 10kg schweren Eisenstangen. Schließlich legen sie den drei Jahre alten bereits toten Jungen nackt auf die Bahnschienen. Sie bedecken ihn mit Ziegelsteinen und lassen es wie einen Unfall aussehen.
Zwei Tage später findet man Körperteile von dem Jungen unter einem Zug, der den dreijährigen Jungen nicht bemerkt hatte.
Dank der Überwachung auf den Bahnsteigen und in Bahnhöfen konnte die Polizei die beiden Attentäter schließlich ausfindig machen. Es gab ausreichend Beweise, dass es sich bei den Jungen tatsächlich um die Mörder des Dreijährigen handelte. Sie wurden zu zehn Jahre Haft verurteilt, aber wegen guter Führung bereits nach acht Jahren freigelassen.

An diesem Fall ist deutlich geworden, dass Überwachung öffentlicher Straßen und Plätze auch sein Gutes hat. Zwar konnte diese Straftat nicht verhindert werden, aber die Täter wurden gefunden und haben eine rechtmäßige Strafe bekommen. Auf diese Weise konnten noch viele weitere Verbrechen aufgeklärt werden. Für Bürger ist dies eine Art Schutz und sie fühlen sich sicherer. Doch auch unbeteiligte oder unschuldige Personen werden aufgenommen. Einige empfinden das als eine Verletzung der Privatsphäre. Auch die Kosten für die Kameras und das Personal, das rund um die Uhr die Monitore beobachten muss, kosten dem Staat viel. Steuergelder, die wir zahlen. Aber ist das wirklich eine Sicherheit für uns? Wir sind der Meinung, dass die Überwachung gut ist. Allerdings sollten die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt werden, sodass solche Verbrechen gar nicht erst begangen werden. Doch auch wenn die Attentäter durch diese Kameras verschreckt werden, könnten die Straftaten an unüberwachten Orten trotzdem stattfinden.

Fazit

Die Rundumüberwachung klärt Verbrechen auf, aber verhindert diese nicht. Für Sicherheit ist nur bedingt gesorgt. Daher gilt für alle: Haltet die Augen offen, denn auch die Kamera kann nicht alles sehen!


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