Im Interview mit Frau Schmidtchen (Physik/Deutsch) erfahrt ihr es!

 

SPARGEL: Sie sind bekanntlich Deutsch- und Physiklehrerin. Wie kommt es zu so einer interessanten Fächerzusammenstellung einer Sprach- und Naturwissenschaft?

Ich hatte schon in der Schule beide Fächer als Leistungskurs und habe mir dann nach der Schule überlegt, was ich später einmal machen will. Ich fand es auch in der Schule generell immer ganz nett und habe es dann einfach mal probiert. Aber vor allem im Studium ist mir dann aufgefallen, wie spannend die beiden Fächer sind. Dort habe ich viele Biografien über Physiker gelesen, immer mit einem literarischen Hintergrund und fand dann die Kombination immer besser. Außerdem liegen die Fächer auch gar nicht so weit auseinander, vor allem mit der Sprachpsychologie, da man Physik ebenfalls in Sprache vermitteln oder lernen muss. Deshalb kann das auch ganz praktisch sein, wenn man in dem Bereich auch ein bisschen Ahnung hat. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich diese beiden Fächer unterrichte.

SPARGEL: Schön! Wollten sie denn schon immer Lehrerin werden?

Nein. Als ich ganz klein war wollte ich Eisverkäuferin werden, weil man dort immer Eis kriegt. Eigentlich war es nach der Schule so, dass ich immer nur gute Erfahrungen mit der Schule hatte, dann es einfach mal angefangen habe und so nun Lehrerin geworden bin. Jetzt bereue ich es aber kein Stück!

SPARGEL: Das war auch schon meine nächste Frage. Haben sie wirklich nicht schon einmal in irgendeiner Situation bereut, eine Lehrerin zu sein?

Eigentlich nicht. Die Ferien genieße ich sehr. Aber natürlich gibt es manchmal Phasen beispielsweise, wenn man vor den Weihnachtsferien viele Klassenarbeiten schreibt, das kennt ihr ja auch, und man dann als Lehrerin alles korrigieren muss. Aber eigentlich würde ich den Job immer so wieder wählen.

SPARGEL: Können sie uns die größten Vor- und Nachteile nennen eine Lehrerin zu sein?

Die Vorteile sind auf jeden Fall die vielen Ferien, die tolle Arbeitszeit, dass man immer nur bis mittags in der Schule ist und der lustige Kontakt mit den Schülern, was jeden Tag neu und spannend ist. Nachteile sind vielleicht, dass man sich am Nachmittag noch einmal aufraffen und noch einmal selber etwas tun muss und auch noch am Wochenende Sachen vorbereiten muss, was manchmal sehr anstrengend sein kann.

SPARGEL: Klingt doch eigentlich sehr positiv. Wie oft wussten sie ohne ihr Lösungsbuch schon einmal nicht weiter und haben sie überhaupt Lösungsbücher?

Da ich noch nicht so lange dabei bin besitze ich nicht viele Lösungsbücher. Tatsächlich hab ich gerade in Physik die Situation gehabt, dass ich mir die Hausaufgabe vorher nicht so genau angeschaut habe und mir die Lösung hektisch noch angucken musste. Dann kann man sich auch mal schnell vertun z.B., wenn man eine Formel nicht genau weiß. Aber heutzutage gibt es ja zum Glück das Internet, wo man alles nochmal genau nachschauen kann. Aber generell passiert das schon mal.

SPARGEL: Noch eine Frage an die Physiklehrerin: Wenn sie die Möglichkeit hätten Albert Einstein zu treffen, welche Frage würden sie ihm stellen?

Oh das ist schwer. Ich würde ihn wahrscheinlich fragen, wie er das alles in einem Leben hinbekommen hat. Er war wirklich ein Genie, wie es keinen Zweiten gibt.

 

SPARGEL: Zu unserer Schule: Was gefällt ihnen hier besonders gut und was würden sie gerne ändern können, wenn sie den Wunsch frei hätten?

Gut gefällt mir das ganze Klima hier an der Schule. Ich empfinde, dass sowohl die Schüler untereinander alle nett und freundlich sind, aber auch dass im Kollegium alles schön ist sowie das große AG-Angebot. Auch diese Schülerzeitung finde ich sehr gut. Im Studium, als ich noch nichts von dieser Schule wusste, hörte man schon „Aber Laatzen hat eine ganz tolle Schülerzeitung!“, das heißt, ihr seid wirklich schon ein bisschen „bekannt“ sag ich mal.

SPARGEL: Berichten Sie uns davon!

Das war das erste, was ich über diese Schule erfahren habe. Also das gefällt mir hier sehr gut! Was würde ich gerne ändern: vielleicht die Ausstattung der Räume, so dass man noch mehr Möglichkeiten hat, Medien besser nutzen zu können. Oder dass vielleicht in jedem Klassenraum ein Whiteboard ist, damit man nicht mehr Tafel wischen muss.

SPARGEL: Sie haben uns bereits in einem kurzen Steckbrief erzählt, dass sie gerne zu Poetry- Slams gehen. Können sie uns noch einmal erklären was dies genau ist?

An sich ist das eine literarische Kunstform. Dort treten Künstler auf, die vorher ihre eigenen Texte geschrieben haben. Man kann sich das nicht ganz so vorstellen wie Gedichtsformen, man probiert eher über eine besondere Weise, Sachen zu verarbeiten. Zum Beispiel kann jemand über seinen letzten Urlaub den Slam verfassen. Es ist eine Mischung aus einem daraus gemachten Musikstück oder Rap und einfach einem schönem Text. Das Ziel ist dann, das Publikum emotional damit zu erreichen. Da gibt es dann ganz verschiedene Möglichkeiten, manche tragen die Slams in Reimformen vor, andere schreiben längere Texte, um das Publikum zum Nachdenken zu bringen. Poetry- Slam muss auch nicht immer lustig sein, es gibt durchaus auch viele traurige Slams. Gerade diese Variationen finde ich daran sehr schön.

SPARGEL: Betreiben sie dies auch selber oder haben sie sich schon einmal daran versucht?

In der Uni- Zeit bin ich für einen Bekannten eingesprungen, jedoch in eine andere Form, und zwar der Science- Slam, da geht es um wissenschaftliche Themen, die man auch aufbereitet und dann dem Publikum vorstellt. Das bedarf viel Vorbereitung macht aber sehr viel Spaß. Ich habe auch überlegt, es vielleicht mal wieder zu machen. Momentan bin ich dort jedoch ein wenig raus, aber es ist trotzdem eine große Leidenschaft und ich hoffe, dass ich bald dafür wieder ein bisschen mehr Zeit für habe.

SPARGEL: Zum Abschluss: Es hat sich bereits rumgesprochen, dass sie ein Kind erwarten. Wie stellen sie sich de Zukunft mit einem Kind vor und was glauben sie wird sich alles verändern?

Ach ich hoffe es wird sich gar nicht so viel verändern. Bestimmt verändert sich, dass ich morgens nicht mehr ausschlafen kann aber ich denke, es wird auf jeden Fall spannend und ich freue mich auf die Zeit. Mit vielen Leuten zusammen sein finde ich immer schön und wenn ein Kind zuhause dabei herumwuselt, da freue ich mich drauf. Ich denke das wird alles gut werden!

SPARGEL: Vielen Dank für das nette Gespräch.

 

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