Schon Mitte August startete wieder die Saison für Weihnachtsleckereien. Doch warum ist die Nachfrage im Spätsommer schon so groß?

Knapp vier Monate vor Beginn der Adventszeit hat in den Supermärkten schon die Saison für Lebkuchen, Spekulatius und Christstollen begonnen. Vor allem in den USA, Australien und Neuseeland steige die Nachfrage stetig. Allerdings sei in Osteuropa der Lebkuchen ganzjährig gefragt, so der Sprecher des Aachener Lebkuchenherstellers Lambertz.

„Die Nachfrage ist da“, sagte der Manager eines Discounters und rechtfertigt damit wahrscheinlich auch den hohen Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen. Laut einer Statistik der Deutschen Süßwarenindustrie verspeist jeder Bürger ca. 1 Kg Weihnachtsgebäck im Jahr. Dabei ist Lebkuchen mit 38% der Favorit unter dem Traditionsgebäck. Danach kommen Spekulatius und Stollen mit jeweils 21%. Auf Platz drei sind die Dominosteine mit immerhin noch 11%.

Der Sprecher des Aachener Lebkuchenherstellers Lambertz berichtete, dass der September erstaunlicherweise der umsatzstärkste Monat für das Traditionsgebäck sei.

Danach verteile sich der Umsatz gleichmäßig auf Oktober, November und Dezember. Auch der Discounter Aldi Nord äußert sich zu der bestehenden Nachfrage. Viele Kunden würden bereits seit mehreren Wochen auf das Weihnachtsgebäck warten und sich danach in den Läden erkundigen, erklärte ebenfalls das Mülheimer Schwesternunternehmen Aldi Süd. „Man hat das Gebäck längere Zeit nicht gegessen und nun freuen sich die Leute eben wieder richtig darauf“, sagte Genussexperte Peter Wiese aus Berli. Laut Wiese sei Lebkuchen kein klassisches Weihnachtsgebäck mehr. Tatsächlich müssten die Kunden aber noch einige Wochen auf Adventskalender und Schokoladenfiguren verzichten, erläutert die Supermarktkette Rewe. Auch der Saisonstart für das Weihnachtsgebäck wurde in den vergangen Jahren nicht immer weiter nach vorne geschoben, betonte Rewe-Sprecher Andreas Krämer. Sicherlich würden aber auch positive Gefühle eine Rolle spielen, die man mit dem Genuss von weihnachtlichen Gewürzen verbindet. Dazu kämen Erinnerungen an die Kindheit und unbeschwerte Zeiten auf und das fühle sich natürlich gut an, begründete der Genussexperte Peter Wiese die große Nachfrage.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der frühe Verkauf ohne die große Nachfrage nicht vorhanden wäre. Eine bestimmte Frist, wie, z.B. in der Obst- und Gemüseabteilung, in welcher die Nahrungsmittel verkauft werden dürfen gibt es nicht. Trotz alledem finde ich, dass das Gebäck vier Monate vor dem Weihnachtsfest noch nichts damit zu tun hat und die Vorfreude auf die Weihnachtszeit in gewisser Weise auch zerstört.


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