Hast Du schon einmal daran gedacht, eine Führung durch das Landesfunkhaus Niedersachsen in Hannover zu machen? Nein? Solltest du, denn man erfährt viel Wissenswertes und Interessantes über die Vergangenheit und Gegenwart des Norddeutschen Rundfunks und des Norddeutschen Fernsehens. Wie Fernsehen und Radio entstehen, kann man hier hautnah erleben und das Ganze auch gleich noch mit Niveau.
Wenn man das Gebäude am Maschsee mit der Adresse Rudolf-von-Benningsen Ufer 22 von außen betrachtet, wirkt es zunächst unspektakulär. Aber in der Eingangshalle des Gebäudes eröffnet sich ein anderer Blick. Der Raum ist groß, lichtdurchflutet und es stehen viele kleine Tische mit bequemen Sesseln. Zudem gibt es eine denkmalgeschützte Garderobe, die einen starken Kontrast zum sonst eher modernen Raum darstellt.
Bereits nach kurzer Zeit stieß Herr Gerlach zu unserer kleinen Besuchergruppe. Er führte uns in den nächsten 90 Minuten durch das Gebäude. Zuerst widmeten wir uns dem Sendebereich Radio. Mit etwas Glück kann man hier sogar einen Radiomoderator persönlich treffen. Dazu besichtigten wir das Studio von NDR Kultur, ein Hörfunkstudio von NDR 1 Niedersachsen und die Studios, in denen nahezu alle Hörspiele, Bücherlesungen und vieles mehr für den WDR und den NDR aufgezeichnet werden.
Die einzelnen Geräusche, die für die Hörspiele gebraucht werden, wie z.B. Hufgeklapper, mussten früher mit Kokosnusshälften, die aneinandergeschlagen wurden, selbst hergestellt werden. Dabei hatte man selten mehr als zwei bis drei Möglichkeiten zur Auswahl, um Geräusche unterschiedlicher Art zu produzieren. Heutzutage kann man hingegen zwischen hunderten verschiedenen Geräuschdateien wählen und sie einfach per Mausklick hörbar machen.
Weiter ging es in den Katakomben, in denen uns erklärt wurde, wie kompliziert es früher war, wenn man eine einzelne Tonaufzeichnung brauchte. Die einzelnen Tonbänder waren riesig und häufig passte auf ein Band nur ca. 30 Minuten Hörmaterial. Also musste man die schweren und unhandlichen Bänder mit sich herumschleppen. Doch da die Welt mittlerweile zu einer digitalen geworden ist, wurden die Tonaufnahmen nach und nach digitalisiert.
Nachdem wir aus dem Keller herauskamen, erwartete uns bereits die nächste Überraschung. Wir besichtigten das Fernsehstudio von „Hallo Niedersachsen“ und jenes von „NDR//Aktuell“. Außerdem erfuhren wir, wie die Filme und die Sendungen heute im Gegensatz zu früher geschnitten werden. Passiert dabei heutzutage ein Fehler, ist zum Glück nicht mehr der ganze Film ruiniert, da der Schnitt inzwischen natürlich auch digital abläuft.

 

Ein Blick hinter die Kulissen des Studios.

Als letztes besuchten wir den großen Sendesaal, in dem viele Konzerte und Events stattfinden. Wusstest Du, dass die großen beleuchtbaren Platten über der Bühne, nicht nur schick aussehen, sondern auch der optimalen Ausbreitung des Schalls dienen? Während wir auf den bequemen Stühlen saßen, erzählte Herr Gerlach Fakten wie diese über den großen und den kleinen Sendesaal.
Wenn Du jetzt auch Lust auf eine Führung hast, kannst Du Dich auf den Internetseiten ndr.de/halloniedersachsen und auf ndr.de/ndr1niedersachsen über die entsprechenden Termine und den NDR informieren. Anmelden kannst Du Dich von dienstags und donnerstags von 8:30 Uhr bis 10:30 Uhr unter der Nummer 0511/9882345 oder per E-Mail an funkhausbesuch@ndr.de. Eine Führung ist kostenlos. Ich kann eine Besichtigung im NDR nur empfehlen. Solltet ihr euch auch mal für eine entscheiden, dann wünsche ich euch viel Spaß.

von Olivia Golla

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